Unser CSD Statement 2025

Die Gefahr von Rechtsaußen ist schon in der Mitte. Rechte Narrative und menschenfeindliche Absichten werden immer mehr öffentlich von unseren Politiker*innen geteilt und propagiert. Die Trennung zwischen einem „wir“ und „die“ wird immer größer und als queere Organisation BIEQueer e.V., als queere Szene und als Organisator*in des BIEPride – Dein CSD Bielefeld möchten wir uns aktiv am 21.06. positionieren und gemeinsam mit Euch auf die Straße gehen! Wir müssen Sichtbar sein, aber nicht nur wir – auch Menschen, die solidarisch sind und sich der LSBTIQ* Community verbünden fühlen, müssen für unsere Rechte einstehen und sich positionieren! Uns und allen queeren Menschen mit und ohne Migrations-/Fluchtgeschichte, queere Organisationen sowie queere Aktivist*innen stehen schwere politische Zeiten für queere Rechte bevor. Wir müssen zusammenhalten und nicht vergessen, dass Positionierung im Alltag beginnt. Besonders in diesen Zeiten sind wir angewiesen auf Menschen, die verbündet mit uns sind, Menschen die mit und für uns auf die Straße gehen, Menschen die für uns ihre Privilegien in einer Cis-Endo-Heteronormativen, patriachialen Welt teilen. Der CSD ist ein großes Symbol, dass es gilt in den Alltag und in unsere Bekannt*innenkreise zu tragen. Jedes Gespräch hilft, um rechte Narrative zu entkräften, jede Gegenstimme hilft Menschenrechtsverletzungen und Ungerechtigkeiten sichtbar zu machen, jede Argumentation hilft mindestens den Menschen im Raum, die sich gehört fühlen. Und in aller Wichtigkeit: Trans*-Feindlichkeit ist tödlich. Trans*-Feindlichkeit ist eine Form von Gewalt, die von Mikro Aggressionen bis hin zu physischen Angriffen reicht. Die mediale Darstellung von Trans*-Personen als Opfer oder Bedrohung trägt zu einem Klima der Unsicherheit, Angst und Hetze bei. In vielen Ländern ist es nach wie vor gefährlich, öffentlich Trans* zu sein, was auch zu einer hohen Zahl an Selbstmorden innerhalb der Trans* Community führt. Die Gesellschaft hat es versäumt, Trans* Rechte und Gleichwertigkeit dieser Menschen wirklich zu schützen und anzuerkennen. Trans*-Feindlichkeit ist nicht nur eine Frage der Gewalt, sondern auch der unsichtbaren Diskriminierung, die sich in jeder Ecke unseres täglichen Lebens widerspiegelt – sei es in den öffentlichen Räumen, im Arbeitsumfeld, in nahen Umfeld oder im Gesundheitswesen. Lasst uns nicht vergessen, dass der Kampf für queere Rechte ein intersektionaler Kampf ist. Es geht um (Cis-Endo-)Sexismus, Transfeindlichkeit, Antisemitismus, Antimuslimischen Rassismus, Antischwarzen Rassismus, Antiasiatischen Rassismus, Behindertenfeindlichkeit, und viele Feindlichkeiten mehr! Zum Schluss ein paar persönliche Worte an die Lesenden: Liebe verbündete Person der LSBTIQ*-Community, es kommt jetzt auch besonders auf Dich an! Wir brauchen Deine aktive Solidarisierung, Deine Stimme, Deine Strukturen und die aktive Beteiligung an Prozessen. Sprich über unsere Themen in Deinen Freundeskreisen, engagiere Dich ehrenamtlich für queere Organisationen, spende Gelder, unterstütze queere Angebote und nimm Deinen Aktivismus mit auf die Arbeit/In die Schule. Sprich auch mit Kolleg*innen/Mitschüler*innen und Mitmenschen darüber. Mach uns zum Thema. Mach uns sichtbar. Steh für unsere Rechte ein! Sprich mit uns und queeren Bundes- und Landesverbänden sowie queeren (Fach-)Beratungsstellen! Lass uns gemeinsam zusammenarbeiten! Trag unsere Forderungen und Stimmen weiter! Liebe queere Person, Du bist nicht alleine. Du musst das nicht alleine durchstehen. Lass uns gemeinsam aufeinander achten. Uns gemeinsam fragen, wie es uns geht oder ob wir etwas brauchen. Falls Du mal nicht weiter weißt oder Hilfe benötigst, kannst Du hier kostenlose und anonyme Beratungsangebote finden: https://linktr.ee/esgehtweiter Und lass Dir eins gesagt sein: Du existierst! Du bist Einzigartig! Du bist Wertvoll! Niemand kann Dir das nehmen und dafür werden wir uns einsetzen. Danke, dass Du da bist! Unsere hart erkämpften Schritte nach vorn werden wir nicht abgeben. Wir als Community haben viel geschafft, viel aufgebaut, sensibilisiert und professionalisiert. Wir sind stark, Wir sehen, Wir achten, Wir vergessen nicht, wir sind viele!




