CSD Bielefeld 2018 | 16. Juni
Flagge hissen | CSD-Demo | Straßenfest
Party: 23. Juni







Motto 2018: Arsch hoch – Bielefeld gegen Homo- und Trans*phobie



2017 sind einige große Fortschritte zur Gleichstellung erzielt worden:

• Das Parlament hat die Ehe für lesbische und schwule Paare geöffnet – trotz vieler Gegenstimmen aus der CDU/CSU.

• Außerdem hat der Deutsche Bundestag nach langem Ringen die nach 1945 auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland ergangenen Urteile wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen (§§ 175, 175a StGB und 151 StGB-DDR) aufgehoben. Die Betroffenen sind rehabilitiert und werden entschädigt. Ausgeschlossen bleiben jedoch diejenigen, deren Partner unter 16 Jahre alt waren, auch wenn die Handlungen einvernehmlich waren. Dadurch bleibt eine Ungleichbehandlung bestehen, denn die Schutzaltersgrenze für heterosexuellen Sex lag bei 14 Jahren. Außerdem fällt die finanzielle Entschädigung gering aus.

• Das Bundesverfassungsgericht hat den Gesetzgeber aufgefordert, neben „männlich“ und „weiblich“ einen weiteren Personenstand, etwa „inter“ oder „divers“, zuzulassen.

• Der Rat der Stadt Bielefeld hat einen Aktionsplan mit 75 konkreten Maßnahmen zur Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans und Inter* (LSBTI*) verabschiedet und damit ein eindeutiges Zeichen für Gleichstellung und Akzeptanz gesetzt.


Trotz dieser sehr erfreulichen Entwicklungen gibt es jedoch noch viel zu tun, denn Homo- und Transphobie sind in weiten Teilen unserer Gesellschaft nach wie vor sehr lebendig.

• Sowohl das Bundesinnenministerium, als auch verschiedene Opferberatungsstellen berichten über einen deutlichen Anstieg der Hassverbrechen gegenüber LSBTI*.

• Im Koalitionsvertrag von SPD/CDU/CSU kommen LSBTI* praktisch nicht vor. Nur allgemeine Bekenntnisse zur Nichtdiskriminierung. Konkrete Maßnahmen, beispielsweise ein nationaler Aktionsplan zur Bekämpfung von Homo- und Transphobie, fehlen.

• Diskriminierungserfahrungen transgeschlechtlicher Menschen sind Realität in Deutschland. Dazu tragen auch diskriminierende Regelungen im deutschen Recht bei. So gilt Transsexualität noch immer als psychische Störung. Transgeschlechtliche Menschen, die eine rechtliche Anerkennung ihres Namens und Geschlechts oder den Zugang zu geschlechtsangleichenden Maßnahmen suchen, stoßen auf hohe bürokratische Hürden.

• 2017 ist mit der Alternative für Deutschland (AfD) eine rechtspopulistische Partei in den Deutschen Bundestag und den Landtag in NRW gewählt worden. Die AfD ist strikt gegen die „Ehe für alle“, will das Antidiskriminierungsgesetz abschaffen und organisiert Widerstand gegen Bildungspläne, die sexuelle und geschlechtliche Vielfalt thematisieren. Einzelne AfD-Politiker_innen schrecken nicht davor zurück, Lesben und Schwule als einen Fehler der Natur und als Abweichung, die lebensgefährlich für die Menschheitsgeschichte sei, zu diffamieren.


Der Bielefelder CSD ruft deshalb alle dazu auf, sich weiterhin aktiv gegen Homo-und Transphobie zu wehren und sich für Gleichstellung und Akzeptanz für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und Inter* zu engagieren. Wir fordern: Arsch hoch – Bielefeld gegen Homo- und Trans*phobie.













 
           

PRIDE DAY 16.6.18

Demonstration | Straßenfest   Live: Steffi List, Ohrenpost + Two Hearts In Ten Bands

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